Meal Prep – Wie das Vorkochen wieder in Mode kommt

#Meal Prep. Wir lesen es ständig und noch häufiger finden wir dazu Fotos, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Fitness-Fanatiker und Anhänger des clean eating schwören schon lange darauf. Doch was genau ist dieser Trend eigentlich und wie können wir ihn für uns nutzen?

Trendsetter des Meal Prep

Ich bin mir fast sicher, dass meine Oma diesen Trend ins Leben gerufen hat. Sie bereitet immer eine extra große Portion Kohlrouladen und parallel Gulasch zu, um ein paar Portionen einfrieren zu können – für schlechte Zeiten oder unerwarteten Besuch. Und irgendwie muss dieser Lifehack dann an die Öffentlichkeit geraten sein – neuer Name, ein bisschen gesünder, zack war der neue Trend geboren. Das Kochen meiner Oma würde man inzwischen allerdings als Meal Prep für Anfänger bezeichnen.

Vom Gelegenheits-Prepper bis zum Prepperten

Das grundlegende Prinzip des Meal Prep können auch wir ohne viel Aufwand zu Hause durchführen. Wir kochen abends einfach eine Portion mehr, die wir dann am nächsten Tag mit ins Büro nehmen können, um sie uns aufzuwärmen. Wenn du das schon tust, darfst du dich getrost meal prepper nennen!
Die Vorteile liegen hier eindeutig auf der Hand: Deine Essensreste landen nicht mehr im Müll, du landest am nächsten Mittag nicht mehr in der Imbissbude und dein Geld landet auf dem Sparbuch.
Prepperten gehen allerdings noch einen großen Schritt weiter. Sie kochen an einem bestimmten Tag der Woche, z.B. sonntags, 14 Mahlzeiten, die sie sich für die kommende Woche in Tupperdosen und Gläsern im Kühlschrank und Tiefkühlfach stapeln. Wie das gehen soll und was du davon hast?

Kochst du noch oder isst du schon?

Auch hier kommt wieder meine Oma ins Spiel. Was sind ihre Gründe fürs Vorkochen?
Grund 1: Geld sparen
Meine Oma ist ein alter Sparfuchs, weshalb sie im Supermarkt immer auf Angebote achtet und diese, des Sparens willen, in rauen Mengen kauft. Außerdem geht sie nur einmal die Woche einkaufen, wodurch sie wesentlich öfter den ungeliebten Spontankäufen entkommt. Und weil sie clever ist, hat sie natürlich einen gut durchdachten Einkaufszettel dabei.
Was ich daraus mitnehme:
Ich plane meine Einkäufe gut und achte besonders auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Am besten eignen sich Lebensmittel wie Reis, Kichererbsen, Fleisch, Gemüse und Obst, die ich vielfach untereinander kombinieren kann. Mit diesem Plan im Supermarkt spare ich nicht nur sehr viel Geld, sondern auch jede Menge Zeit.

Grund 2: Zeit sparen
Morgen kommt Besuch, der bespaßt werden möchte. Also kann meine Oma ja nicht den ganzen Tag in der Küche stehen, während die Gäste auf der Couch hocken. Um die Zeit zur freien Verfügung zu haben wird also einen Tag vorher gekocht.
Was ich daraus mitnehme:
Ich kenne das auch. Abends nach einem langen Arbeitstag habe ich keine Lust mehr mich stundenlang in die Küche zu stellen. In der Mittagspause fehlt eh jegliche Zeit, also besorge ich mir ein wenig Fast Food auf die Hand. Doch wenn ich einmal koche, um zweimal davon zu essen, wie viel Zeit spare ich dann erst, wenn ich einmal in der Küche stehe, um für sieben Tage zu kochen? Nicht zu vergessen, der Abwasch und das Aufräumen nach dem Kochen.

Grud 3: Ressourcen sparen
Meine Oma weiß etwas, das wir erst wieder richtig lernen müssen. Ressourcen sind endlich, deshalb sollte man sie auf keinen Fall verschwenden. Nahrungsmittel werden nicht weggeschmissen, sondern zu einer Restepfanne verwertet.
Was ich daraus mitnehme:
Wenn ich gut geplant einmal die Woche in den Supermarkt gehe, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ich zu viel kaufe. Wenn ich dann auch noch am selben Tag oder am Tag darauf alle Lebensmittel verwerte, wird auch nichts mehr schlecht. Und zusätzlich spare ich noch weitere wichtige Ressourcen: Ich spüle sehr viel weniger, schalte seltener den Herd ein und – die wichtigste Ressource nicht zu vergessen – muss nicht jeden Tag erneut Zeit in meinen Einkauf und das Kochen investieren.

So koche ich clever vor

Ich setze mich also tatsächlich einmal die Woche hin und überlege, was die Woche über gekocht werden soll. Um den Überblick nicht zu verlieren, nutze ich dafür einen Wochenplan. Bei der Auswahl der Gerichte achte ich darauf, dass ich Lebensmittel gut kombinieren kann und dass mein Plan insgesamt ausgewogen und gesund ist. Sollten mir mal die Ideen ausgehen, finde ich Rezeptideen zu Hauf im Internet.
So präpariert gehe ich dann in den Supermarkt meiner Wahl, in dem ich deutlich weniger Zeit und Geld als früher verliere.
Meist am gleichen Tag oder am Tag darauf bereite ich 2 – 3 Essen vor. (Ich bewahre mir gerne ein kleines Stück Flexibilität, weshalb ich niemals für eine ganze Woche vorkochen würde geschweige denn könnte.) Suppen verstaue ich in extra dichten Tupperdosen oder alten Einmachgläsern. Besonders praktisch: Die meisten Suppen eignen sich super zum Einfrieren. Salate bleiben in Gläsern geschichtet am längsten frisch. Gemüse, Fleisch und Reis verstaue ich am liebsten in separaten Boxen, damit alles seinen Geschmack behält.
Ob nun Mittags während der Arbeit oder Abends nach Feierabend…ein Griff in den Kühlschrank und mein Hunger ist gestillt, ohne dass ich ewig in der Küche stehen muss oder in die Fast Food-Falle tappe.
Und gegen das ein oder andere Stück Pizza mit den Kollegen ist natürlich trotzdem nichts einzuwenden! 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s