Jetzt wird’s zünftig! – Brotzeit is´

Am 30.09.2017 war der Tag des deutschen Butterbrotes.
Ich habe diesen Tag, zwar zufällig, aber sehr passend, in einer urigen Dorfkneipe im tiefsten Bayern verbracht. Bei einem kühlen Radler und meinem Salami-Brot mit Essiggurken sinierte ich so vor mich her: Welche Bedeutung hat das Butterbrot in unserem Alltag, welche hatte es vor 20 oder 200 Jahren?

Tradition ist Tradition


Das Butterbrot hat im deutschen Kulturkreis eine lange Tradition. Schon Luther soll im 16. Jahrhundert eine „Putterpomme“ als „gute Kindernahrung“ beschreiben. Und auch Goethe ließ knapp ein Jahrhundert später seinen Werther das Butterbrot mit einigen Kindern teilen. Und wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war die Brotzeit vor einem viertel Jahrhundert auch fester Bestandteil unseres Abendessens. Damals war es eher die Ausnahme, statt die Regel, dass man abends etwas Warmes gegessen hat. Doch auch, wenn nicht mehr jeden Abend Brot auf den Tisch kommt, wegzudenken ist es noch lange nicht aus der deutschen Küche.

Du hast die Wahl


Egal ob Bütterken (Rheinland), Kniffte (Ruhrgebiet), Stulle / Schnitte (Berlin), Bemme (Sachsen), Butterschmier (Saarland) oder Brotzeit (Bayern) – gemeint ist immer ein Brot, meistens auf Sauerteigbasis. Früher war dieses tatsächlich nur mit Butter belegt. Heute ist kaum eine Speise so wandelbar wie das Butterbrot. Morgens mit Marmelade, abends mit Wurst und Käse. Fans der gesunden Küche schwören auf Salat, Gemüse und vegane Aufstriche auf ihrer Stulle. Und auch die Klassiker sollten wir nicht vergessen: Schon als Kind habe ich im Restaurant am liebsten Strammen Max und Toast Hawaii gegessen.
Zum Frühstück, als Proviant und klassisches Pausenbrot oder im Restaurant. Zu jeder Tageszeit und an jedem Ort ist das Bütterken zu finden. Bei ca. 300 verschiedenen Brotsorten in Deutschland und unzählig denkbaren Aufstrichen sind die Variationsmöglichkeiten auch schier unbegrenzt. Deshalb werde ich jetzt auch gleich mal in der Küche verschwinden und mir eine schöne Brotzeit herrichten.
Wie sieht es mit dir aus? Wann und wie isst du dein Brot am liebsten?

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