Happy Halloween – Kürbisse in allen Formen und Größen auf unserem Esstisch

Na klar, Halloween ist Kürbiszeit. Also haben wir uns schon vor Tagen auf die Jagd nach den schönsten Kürbissen gemacht, um diese dann akribisch auszuhöhlen und ihnen fiese Fratzen zu verpassen. Nun krönen sie unsere Hauseingänge oder Esstische und sollen jedem Besucher das fürchten lehren – oder zumindest ein wenig Licht spenden. Doch wo kommt diese Tradition eigentlich her und was zur Hölle sollen wir mit dem ganzen Kürbisfleisch machen?

Jack O`Lantern – wie Halloween zum Kürbis kam

Halloween stammt nicht, wie oft vermutet, aus Amerika, sondern aus dem erzkatholischen Irland. An „All Hallows´Eve“, dem Abend vor Allerheiligen, gedachten die Iren der Seelen, die im Fegefeuer gefangen waren. Dazu fertigten sie aus Steckrüben und glühender Kohle Lichter für die Verstorbenen. Die spöttischen Gesichter, die sie in die Laternen schnitzten, sollten böse Geister fern halten.
Die Tradition der Irrlichter zu Halloween geht auf eine irische Legende zurück: Der irische Bösewicht Jack trickste mehrmals den Teufel aus und konnte auf Grund seiner Taten nach seinem Tod natürlich nicht in den Himmel kommen. Aber auch der Teufel wollte ihn nicht in der Hölle aufnehmen. Aus Mitleid gab er ihm immerhin eine glühende Kohle und eine Rübe mit, damit Jack in der Dunkelheit wandern konnte. Die „Jack O´Latern“ war geboren.
Als die Iren nach Amerika auswanderten, nahmen sie ihre Tradition natürlich mit. Allerdings fanden sie fern ab der Heimat kaum Rüben. Dafür gedeihten Kürbisse in Hülle und Fülle, die sich hervorragend zum Schnitzen von Laternen eigneten. Deshalb stehen heutzutage in unseren Vorgärten Kürbisfratzen anstatt Rübengesichter.

Kürbis über Kürbis – Das perfekte Halloween-Mahl

Kürbis ist nicht nur als Dekoration äußerst gefragt. Er kommt auch in zahlreichen Variationen auf den Tisch. Neben dem unvergleichlichen Geschmack enthält er nämlich auch viele Antioxidantien, wertvolle Omega-3-Fettsäuren sowie Eisen, Vitamin B, Vitamin E und Beta-Carotin. Die besten Vorraussetzungen, um einer fiesen Herbstgrippe zuvorzukommen.
Und dank unserer herausragenden Schnitzfertigkeiten oder zumindest unserem nicht aufhörendem Schnitzeifer, haben wir grade zu Halloween einen Haufen Kürbisfleisch, den es zu verarbeiten gilt. Deshalb habe ich euch ein 3-Gänge-Halloween-Menü zusammengestellt:

Der Klassier – die Kürbis-Creme-Suppe

Wie wäre es vorab mit dem Klassiker unter den Kürbisgerichten? Eine gehaltvolle und fix zubereitete Kürbiscremesuppe, die sich auch noch großartig zum einfrieren eignet.
Alles was ihr braucht:
600 g Hokkaido-Kürbis
1 Zwiebel
200 ml Sahne oder Milch
Salz, Pfeffer und Thymian
1 Scheibe Toast
etwas Zitronensaft
Kürbiskernöl
geröstete Kürbiskerne

Zuerst würfelt ihr nun die Zwiebeln und dünstet diese mit dem klein geschnittenen Kürbisfleisch in ein wenig Öl an. Löscht das ganze mit 300 ml Wasser und 200 ml Sahne ab und schmeckt es mit Salz, Pfeffer und Thymian ab. Nun dürft ihr der Suppe ca. 20 min Ruhe bei mittlerer Hitze gönnen. In der Zeit könnt ihr das Toast fein würfeln und mit etwas Öl goldbraun braten.
Püriert anschließend die Suppe mit dem Zauberstab und gebt einen Spritzer Zitronensaft hinzu. Danach könnt ihr sie mit den Croûtons, Kürbiskernen und Kürbiskernöl garniert servieren.
Nach Belieben kann man die Suppe mit Curry, Kokos, Ingwer oder Möhren ein wenig aufpimpen.

Ein wenig Italien zum Kürbis – Ricotta-Kürbis-Penne

Beim Hauptgang habe ich mich für eine vegetarische Variante entschieden, die mit wenigen Zutaten und super schnell zuzubereiten ist.  – Und Nudeln gehen doch immer, oder?
Ihr benötigt:
2 El brauner Zucker
350 g Hokkaido-Kürbis
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
3 Lauchzwiebeln
150 ml Gemüsebrühe
1/2 Packung Penne
75 g Ricotta
etwas frischen Basilikum

Für die Penne setzt ihr, wie gewohnt, einen großen Topf mit Salzwasser auf. In der Zwischenzeit schneidet ihr das Kürbisfleisch, den Knoblauch, den Ingwer und die Lauchzwiebeln klein.
Erhitzt in einer Pfanne etwas Öl und karamellisiert den Zucker. Fügt anschließend den Kürbis hinzu und bratet ihn ca. 3 min bis er goldbraun glänzt. Nun könnt ihr den Knoblauch und Ingwer hinzugeben und kurz mitbraten. Sobald die Zwiebeln glasig sind, gebt ihr die Lauchzwiebeln hinzu und lasst sie kurz schmoren. Löscht das Ganze mit ca. 150 ml Gemüsebrühe ab und lasst es ein paar Minuten köcheln. Anschließend müsst ihr den Kürbis nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Penne mischen. Zupft den Ricotta in kleine Stücke und hebt ihn unter die Nudeln. Mit ein paar Basilikumblättern garniert könnt ihr euer Gericht nun servieren.

Zum krönenden Abschluss – der Kürbiskuchen

Wenn man Kürbisgerichte zubereitet, dann darf der klassische, amerikanische Pumpkin Pie auf keinen Fall fehlen.
Hierzu braucht ihr:
4 Eier
250 ml Rapsöl
500 g Zucker
1 Handvoll Kürbisfleisch
2 TL Backpulver
300 g Mehl
1 Prise Salz
2 TL Zimt
100 g Frischkäse
60 g Butter
250 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker

Schlagt die Eier mit dem Zucker und dem Salz schaumig und hebt anschließend Zimt, Backpulver, Mehl und den fein geschnittenen Kürbis unter. Verteilt den fertigen Teig auf einem gefetteten Backblech und schiebt dieses für ca. 25 min bei 160 °C Umluft in den Ofen.
In der Zwischenzeit könnt ihr den Frischkäse mit der Butter, dem Puderzucker und dem Vanillezucker zu einer glatten Masse verarbeiten. Gebt bei Bedarf einfach einen kleinen Schluck Milch hinzu.
Das Frischkäse-Topping gießt ihr nun über den kurz abgekühlten Kuchen und voilá – fertig ist der Kuchen.

Ich wünsche euch einen guten Appetit und eine schaurig-schöne Schreckensnacht! Happy Halloween!

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