Koch-was-Gewagtes-Tag – Oder: Wie ich mich zum ersten Mal an Algen-Nudeln versuche

Heute ist der Koch-was-Gewagtes-Tag. Ein grandioser Feiertag um die kulinarische Ödnis zu überwinden. Mutige und experimentierfreudige Köche schwingen heute ihre Pfannen und zaubern extravagante und originelle Köstlichkeiten. Ob mit Ahornsirup gebratener Blumenkohl oder Räucherforelle mit Himbeeren: Auf den ersten Blick würde man diese Zutaten nie auf dem gleichen Teller vermuten. Und doch schaffen es die Köche dieser Welt dich jedes Mal wieder mit aufregenden Geschmackskombinationen zu überraschen und mit ihrer Kochkunst zu verzaubern. Doch wie sieht es zu Hause in deiner eigenen Küche aus? Hast du das Potential zum Sternekoch?

Die Koch-was-Gewagtes-Challenge

Stell dir vor: Ein verregneter, kalter Sonntag. Nichts läuft in der Glotze. Und Hunger hast du auch. Das kommt dir bekannt vor? Dann habe ich eine prima Idee für dich: Lade deine Freunde ein und kreiert zusammen ein paar außergewöhnliche Rezepte. Experimentiert in der Küche, was das Zeug hält! Lasst eurer Kreativität einfach einmal freien Lauf! Wie wäre es mit dem klassischen Cola-Huhn oder einem saftigen Altbier-Kuchen? Mit Sicherheit fallen euch unzählige gewagte Speisen ein. Das Zubereiten wird also weniger das Problem sein. Dafür kannst du einen kleinen Schweregrad einbauen, wenn du magst: Indem nur Zutaten benutzt werden dürfen, die sich in deiner Küche finden lassen. Es darf also niemand etwas von Zuhause mitbringen.
Richtig mutig wird es allerdings erst dann, wenn es ans Probieren eurer Kreationen geht. Traust du dich? Was hat (überraschenderweise) geschmeckt und was war ungenießbar? Probiere es aus und erzähle mir, was bei euch so auf die Teller gekommen ist.

Algen-Nudeln mit Garnelen in feuriger Tomatensoße

Anlässlich des Koch-was-Gewagtes-Tag sind mir die Algen-Nudeln wieder eingefallen, die ich Anfang September auf der VeggieWorld Düsseldorf 2017 erstanden haben und die seitdem ihr Dasein in der hintersten Ecke meines Küchenschranks fristen. Warum? Weil mir bisher einfach der Mut fehlte, sie zuzubereiten.
Doch Algen sind nicht ohne Grund total im Trend: Sie sind einer der größten Lieferanten von Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Vitamin A und C. Zusätzlich enthalten sie alle essenziellen Aminosäuren und reichhaltige Ballaststoffe. Ein weiteres Plus meiner Algen-Nudeln: Sie haben nur 3 Kalorien!
Also habe auch ich mich heute voller Inspiration und Mut an den Herd gestellt und diese ungewöhnliche Pasta-ohne-Pasta zubereitet.

Das brauchst du:

  • Algen-Nudeln
  • Garnelen (TK oder frisch)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • Pfeffer, Salz, Basilikum, Chilli

So einfach geht´s:

  • Schneide die Zwiebel in kleine Würfel und den Knoblauch in feine Scheiben.
  • Brate die Garnelen bis sie nicht mehr glasig sind und füge anschließend die Zwiebeln und den Knoblauch hinzu, um sie kurz mit braten zu lassen.
  • Lösche das ganze mit den gehackten Tomaten ab und lasse es kurz aufkochen.
  • Gebe dann das Tomatenmark hinzu und schmecke alles mit den Gewürzen ab.
  • Abschließend gibst du die Algen-Nudeln mit in die Pfanne und lässt alles ca. 5 Minuten köcheln.
  • Et voilà – bon appétit

Ich muss sagen: Das Essen hat tatsächlich geschmeckt. Natürlich ist es nicht mit „echter“ Pasta zu vergleichen, aber das war ja auch nicht das Ziel. Schade, dass ich so lange gewartet habe, bis ich die Algen-Nudeln endlich zubereitet habe.
Aber Gott sei Dank gibt es ja den Koch-was-Gewagtes-Tag, der mich all meinen Mut zusammen nehmen und dieses Gericht kochen ließ.

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